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(Gastbeitrag) Bedarfsgerechte Nachschubplanung in Online- und stationärem Handel

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Die Co-operative Group erhöht mit einer Datenintegrationssoftware die Flexibilität bei der Warenauswahl und spart 12 Millionen Pfund jährlich

Ein Gastbeitrag von Bernd Loskamp, Vice President EMEA, Syncsort.

 

Bernd Loskamp, Vice President EMEA, SyncSort



Vom Internetgroßhändler bis zum Bäcker an der Ecke – wer im Handel Wachstum und Umsatz erzielen will, muss auch sicherstellen, dass die angebotenen Waren jederzeit verfügbar sind. Große Handelsunternehmen müssen ihre Waren aber nicht nur kostengünstig einkaufen und effizient verteilen. Sie sollten bei der Präsentation ihres Angebots auch schnell und flexibel auf lokale Marktbedingungen, aktuelle Marktentwicklungen und Trends sowie andere äußere Einflüsse reagieren können.

Innovation ist gefragt

Aus diesem Grund rief die Co-operative Group, eines der größten Handelsunternehmen für Lebensmittel und mit 2.800 Läden derzeit größter Filialeinzelhändler in Großbritannien, ihr Store Merchandising and Replenishment Transformation (SMART) Programm ins Leben. Nach der Akquisition der Supermarktkette Somerfield mit 600 Geschäften beschloss die Unternehmensleitung, die Filialdisposition zu zentralisieren, um Kosten zu sparen und die Warenauswahl besser auf die umweltgerechte Ausrichtung des Unternehmens abzustimmen.

Primäres Ziel des SMART-Programms ist es, eine höchstmögliche Verfügbarkeit aller Waren im Sortiment für die Endkunden zu gewährleisten. Dabei wird mit großem Aufwand geprüft, welche Produkte wann und wo verkauft werden und wie viel Platz ihnen jeweils eingeräumt wird. Denn angesichts der dünnen Margen im Einzelhandel muss sichergestellt sein, dass das richtige Produkt am richtigen Ort zur richtigen Zeit angeboten wird.

Die Co-operative Group begann daher eine Lösung zu prüfen, die in ihren 600 neuerworbenen Somerfield Stores verwendet wurde. Dort wurden das Warenspektrum, der verfügbare Raum, Promotions, Anomalien und saisonale Besonderheiten, Nachbestellungen sowie das Distributionsnetzwerk über zentrale, miteinander verbundene Systeme verwaltet und gesteuert.

Die aktuelle Angebotsverwaltung

Diese Lösung wurde überarbeitet und an die Prozessabläufe von Co-operative angepasst. Eine zentrale Komponente ist dabei das komplexe General Store Merchandising System (GSM), mit dessen Hilfe ein zentrales Team aus Einkäufern die Produktpalette und den vorhandenen Raum kontrolliert. Gleichzeitig können die Filialleiter weiterhin wichtige Entscheidungen bezüglich optionaler und lokaler Artikel treffen.

Die endgültige Produktpalette für jede Filiale ist in ein sogenanntes „Planogramm“ eingebettet. Dieser Raumplan liefert einen genauen Überblick zum vorhandenen Raum, der Ladeneinrichtung und den jeweiligen Produkten. GSM berücksichtigt bei der Erstellung der Ladenpläne auch lokale Kundenpräferenzen, Promotion-Aktionen und die jeweiligen Lagerbestände.

Das System ist zu langsam

Um die Vielzahl an parallelen Aktionsangeboten zu verwalten, nutzt die Co-operative Group ein separates Event-Store-Management– (ESM)-System, das den Nachschub für die einzelnen Geschäfte steuert. Das System bearbeitet mehr als sechs Millionen Datensätze pro Nacht. Damit die Bestellungen das Distributionssystem rechtzeitig erreichen, müssen innerhalb von sechs Stunden alle „Planogramme“ erstellt sowie die Werbeaktionen und Bestellungen bearbeitet werden.

Dieses Zeitfenster reichte allerdings für die Anforderungen des Lebensmittelhandels nicht aus. Allein für die 600 Somerfield-Geschäfte erforderte die Bearbeitung der Daten und Erstellung der „Planogramme“ zunächst volle 24 Stunden. Das bedeutete, dass die Pläne zum Zeitpunkt ihrer Implementierung bereits einen Tag überholt waren.

Beschleunigung durch Technik

Der Online-Shop der cooperative Group, dekoriert für Weihnachten



Um die Datenverarbeitung und die Belieferung ihrer Läden zu beschleunigen, wandte sich die IT-Abteilung von Somerfield noch vor der Akquisition durch die Co-operative Group an Syncsort. Mit Hilfe unserer speziell für solche Zwecke entwickelten Datenintegrationssoftware DMExpress ließ sich die Umwandlung der Daten enorm beschleunigen – jetzt beanspruchte die Generierung der 600 unterschiedlichen Pläne für die Läden nur noch zwei statt 24 Stunden.

Die Pläne, die aus Datensätzen der Supply-Chain-Management Anwendung erstellt werden, beinhalten zudem noch die jüngsten Absatzzahlen, spezifische Prognosen, die jeweiligen Lagerbestände und die Point-of-Sale-Verkaufszahlen. Allein die Stapelverarbeitung der Daten wurde fünfmal so schnell bewältigt wie mit der bisherigen C++ Lösung, über den gesamten Bearbeitungsprozess gesehen verzehnfachte sich die Geschwindigkeit sogar.

Praktische Business-Vorteile

So analysierte die Co-operative Group, ob sich die gleiche Lösung auch auf ihre 2.800 Läden übertragen ließe. Das allerdings bedeutete eine Versechsfachung der Datenmenge. Bei 2.800 Geschäften müssen über Nacht circa 54 Millionen „Planogramme“ und Tausende von Raumplänen erzeugt werden. Doch umfangreiche Tests erwiesen, dass die Daten mit DMExpress rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden konnten. So können die Filialleiter jetzt jeden Tag auf absolut aktuelle Daten zu Beständen, Werbeaktionen und Verkaufstrends zugreifen.

Höhere Flexibilität

Die schnelle Datenkonvertierung über Nacht spart nicht nur viel Arbeitszeit bei der Planung des Nachschubs und der Einrichtung der Läden. Sie erhöht vor allem auch die Flexibilität. So hat zum Beispiel die aktuelle Wetterlage ganz entscheidenden Einfluss auf die Verkaufszahlen vieler Produkte – wie etwa Getränken. Aufgrund der beschleunigten Datenverarbeitung können die Planer bei der Erstellung ihrer „Planogramme“ jetzt immer die aktuellste Wettervorhersage einbeziehen und das Produktsortiment sowie das Raumangebot optimal anpassen, beispielsweise an heißen Sommertagen mehr kalte Getränke anbieten, oder in der Adventszeit mehr Glühwein.

Kurzum: Für die Co-operative Group hat sich die Investition in unsere Datenintegrationssoftware schnell ausgezahlt – das Unternehmen schätzt, dass der Return-On-Investment (RoI) für die Zentralisierung der Distributionslösung bei circa einer Million Pfund liegt. Pro Monat.

(Dieser Gastbeitrag stellt keine Meinungsäußerung der Redaktion dar.)

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